Wer in deiner Stadt nach „Bäckerei in der Nähe“ oder „Elektriker Düsseldorf“ sucht, bekommt zuerst eine Karte mit drei Betrieben zu sehen. Diese drei Plätze entscheiden über einen großen Teil der Anrufe, die an einem Tag reinkommen – und sie werden nicht ausgelost. Dahinter steht das Google-Unternehmensprofil, ein kostenloser Eintrag, den viele Betriebe entweder gar nicht haben oder halb ausgefüllt liegen lassen.
Das ist der schnellste Hebel, den es für lokale Sichtbarkeit gibt. Anders als bei klassischer Suchmaschinenoptimierung, die Monate braucht, sind die Effekte hier oft nach wenigen Tagen sichtbar.
Vollständigkeit ist das eigentliche Ranking-Signal
Google bevorzugt Profile, die vollständig gepflegt sind – schlicht deshalb, weil sie für Suchende nützlicher sind. Ein Profil mit Öffnungszeiten, Fotos und Leistungen beantwortet die Frage des Kunden sofort. Eines mit nur Name und Adresse tut das nicht. Diese Felder solltest du wirklich ausfüllen:
- Exakter Firmenname – genau so, wie er am Ladenschild steht. Keine Zusätze wie „günstig“ oder Ortsnamen, die dort nicht hingehören; das wertet Google als Spam.
- Primäre Kategorie – die wichtigste Einstellung überhaupt. „Bäckerei“ und „Café“ führen zu völlig unterschiedlichen Suchergebnissen. Wähle die, die dein Kerngeschäft beschreibt, und ergänze den Rest als Zweitkategorien.
- Öffnungszeiten inklusive Feiertagen – veraltete Zeiten sind der häufigste Grund für schlechte Bewertungen, die eigentlich gar nichts mit deiner Arbeit zu tun haben.
- Telefonnummer und Website-Link – die Nummer, unter der wirklich jemand abnimmt, und der Link direkt auf die passende Seite.
- Leistungen und Produkte – jede einzeln eingetragene Leistung ist ein zusätzlicher Suchbegriff, unter dem du auftauchen kannst.
- Echte Fotos – Außenansicht, Innenraum, Team, Arbeitsergebnisse. Profile mit Fotos bekommen deutlich mehr Klicks als solche ohne.
Bewertungen: fragen, und zwar aktiv
Bewertungen sind der zweite große Faktor – und der einzige, den du nicht allein in der Hand hast. Die gute Nachricht: Die meisten zufriedenen Kunden bewerten gern, sie kommen nur von selbst nicht darauf. Frag direkt nach dem Auftrag, wenn die Zufriedenheit frisch ist, und mach es dem Kunden leicht: ein kurzer Link per WhatsApp wirkt deutlich besser als die Bitte, „mal bei Google zu schauen“.
Antworte außerdem auf jede Bewertung, auch auf kritische. Eine sachliche, freundliche Antwort auf eine Drei-Sterne-Bewertung überzeugt Mitlesende oft mehr als die Bewertung selbst – sie zeigt, wie du mit Problemen umgehst.
Warum das Profil allein nicht reicht
Ein gepflegtes Profil bringt dich in die Karte – aber es gehört dir nicht. Du kannst dort nicht frei gestalten, nicht ausführlich erklären, was deine Arbeit von anderen unterscheidet, und du bist jederzeit von Googles Regeln abhängig. Genau das ist die Parallele zu Social Media, die wir unter Website oder nur Social Media? beschrieben haben.
Dazu kommt: Google gleicht die Angaben in deinem Profil mit deiner Website ab. Stimmen Name, Adresse und Telefonnummer an beiden Stellen exakt überein, stärkt das deine lokale Position. Widersprechen sie sich, schwächt es sie. Wer ein Profil pflegt, aber keine Website hat, verschenkt also nicht nur die bessere Darstellung – er verschenkt auch Ranking.
In dieser Reihenfolge vorgehen
Profil anlegen und verifizieren, alle Felder vollständig ausfüllen, Fotos hochladen, Website verlinken, Bewertungen einsammeln. Danach reicht es, das Profil alle paar Wochen kurz zu prüfen: geänderte Öffnungszeiten, neue Fotos, neue Bewertungen beantworten.
Wenn du dabei merkst, dass die Website fehlt, auf die dein Profil verlinken sollte – genau das machen wir zum Festpreis. Was enthalten ist, steht unter Warum 499 €?, den Ablauf findest du unter Ablauf.
