Zum Inhalt springen
← Zurück zum Blog
Sichtbarkeit · 5 Min Lesezeit

Google-Unternehmensprofil optimieren – 12 Stellschrauben, die wirklich wirken

So kannst du dein Google-Unternehmensprofil optimieren: zwölf Stellschrauben für einen Eintrag, der längst existiert – von der Kategorie über die Leistungen bis zum verlinkten Angebot.

Veröffentlicht am

Malerin am Schreibtisch ihres Betriebsbüros prüft ihr Google-Unternehmensprofil am Smartphone

Ein Malerbetrieb in Neuss hat sein Profil vor zwei Jahren angelegt. Name, Adresse, Telefonnummer, ein Foto vom Firmenwagen im Hof – fertig. Danach hat niemand mehr etwas daran geändert. Die Inhaberin wundert sich, warum in der Karte immer dieselben drei Wettbewerber oben stehen, obwohl ihr Betrieb länger existiert und die freundlicheren Bewertungen hat.

Der Eintrag ist da, aber er ist halb leer. Und ein halb leerer Eintrag beantwortet die Frage eines Suchenden eben nicht. Die folgenden zwölf Stellschrauben gehen der Reihe nach durch, was du an einem bestehenden Profil noch drehen kannst: ohne Werbebudget, ohne Tool, mit dem Handy in der Mittagspause oder abends am Rechner.

Vollständig ist etwas anderes als angelegt

Google zieht Profile vor, die durchgepflegt sind – schlicht deshalb, weil sie für den Menschen vor dem Bildschirm nützlicher sind. Wer wissen will, ob du Fliesen verlegst, ob du samstags arbeitest und wie deine Werkstatt aussieht, bekommt die Antwort entweder sofort oder gar nicht.

Die erste Stellschraube ist deshalb unspektakulär: Geh dein Profil Feld für Feld durch und fülle alles aus, was leer ist. Beschreibung, Gründungsjahr, Zahlungsarten, Barrierefreiheit, Servicegebiet, zweite Telefonnummer. Das kostet eine Stunde und ist die Grundlage für alles Weitere. Falls dein Profil noch gar nicht existiert oder du es nie bestätigt hast, fängst du besser bei Google-Unternehmensprofil richtig einrichten an – dieser Text setzt darauf auf.

Wichtig ist außerdem, dass die Angaben im Profil und auf deiner Website zusammenpassen. Google gleicht beides ab, und Widersprüche bei Name, Adresse oder Öffnungszeiten schwächen deine Position in der Karte.

Kategorie, Leistungen, Produkte – hier entscheidet sich, wofür du auftauchst

Die primäre Kategorie gehört zu den stärksten Einzelfaktoren im lokalen Kartenbereich, gleich neben der Entfernung zwischen dir und dem Suchenden. Sie legt fest, bei welchen Suchanfragen du überhaupt in Frage kommst. „Bäckerei“ und „Café“ führen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen, obwohl im Laden dasselbe passiert. Welche Kategorie für dich die richtige ist und wie du das prüfst, haben wir unter Die richtige Google-Kategorie wählen ausführlich auseinandergenommen.

Darunter hängen zwei Bereiche, die fast alle leer lassen. Bei „Leistungen“ trägst du jede einzelne Tätigkeit ein, mit der du Geld verdienst – Rohrreinigung, Heizungswartung, Badsanierung, jeweils mit zwei bis drei Sätzen Beschreibung. Bei „Produkte“ landen konkrete Angebote mit Bild und Preis oder Preisspanne. Ein Friseursalon zeigt dort Ansatzfarbe und Herrenschnitt, ein Fliesenleger sein Bad-Komplettpaket.

„Jedes leere Feld im Profil ist eine Frage, die dein Kunde woanders beantwortet bekommt.“

Die Felder, die kaum jemand nutzt

Zwischen den bekannten Bereichen liegen ein paar Kleinigkeiten, die zusammen einen spürbaren Unterschied machen:

  • Attribute – Angaben wie „barrierefreier Zugang“, „Termin erforderlich“ oder „inhabergeführt“ tauchen als Filter in der Suche auf und beantworten Rückfragen, bevor sie entstehen.
  • Fragen und Antworten – jeder darf hier fragen, und du darfst selbst fragen und antworten. Stell die fünf Fragen ein, die täglich am Telefon kommen, und beantworte sie sachlich.
  • Kurzbeschreibung – 750 Zeichen, in denen du in normalen Sätzen erklärst, was du machst und für wen. Keine Schlagwortkette, sondern der Text, den du auch einem Nachbarn sagen würdest.
  • Terminlink oder Menülink – wenn du online Termine vergibst oder eine Karte hast, gehört der Link ins Profil, nicht nur auf die Website.
  • Website-Link mit UTM-Parametern – hängst du an den Link ein Kürzel wie ?utm_source=google&utm_medium=profil an, siehst du in deiner Statistik, wie viele Besucher wirklich über die Karte kommen.
  • Foto-Kategorien – Außenansicht, Innenraum, Team und Arbeitsergebnisse getrennt hochladen, statt zehn Bilder in einen Topf zu werfen.

Aktualität ist die zweite Hälfte der Miete

Ein Profil, an dem seit zwei Jahren nichts passiert ist, wirkt auf Suchende wie ein Laden mit Staub auf der Auslage. Ein neues Foto alle paar Wochen, ein kurzer Beitrag zur Sommeraktion, ein aktualisierter Hinweis auf Betriebsferien – das reicht schon. Mit welchem Rhythmus das realistisch machbar ist und welche Motive sich eignen, steht in Google-Beiträge und Fotos – so hältst du dein Profil lebendig.

Auch Bewertungen gehören in diesen Block. Antworte auf jede Bewertung, freundlich und kurz, auch auf die drei Sterne. Suchende lesen diese Antworten, und aktuelle Bewertungen werden deutlich stärker beachtet als solche aus dem vorletzten Jahr.

Womit du am besten anfängst

Nimm dir das Profil einmal komplett vor, statt jede Woche fünf Minuten daran herumzuschieben. Erst Kategorie prüfen, dann Leistungen und Produkte anlegen, dann die kleinen Felder, dann Fotos. Danach reicht ein fester Termin im Monat, um Öffnungszeiten, Beiträge und offene Fragen durchzugehen.

Garantien gibt es dabei nicht: Wer weiter entfernt sitzt als drei Wettbewerber, kommt nicht durch Fleiß auf Platz eins der Karte. Aber du verbesserst deine Chancen, überhaupt in die Auswahl zu kommen – und bei denen, die dich sehen, den Anruf auszulösen. Wenn du dabei merkst, dass deine Website die Angaben aus dem Profil gar nicht sauber spiegelt, ist das der nächste Punkt auf der Liste.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis Änderungen sichtbar sind?

Kleinere Anpassungen wie Öffnungszeiten oder Fotos erscheinen oft innerhalb weniger Stunden. Änderungen an Kategorie, Name oder Adresse können ein paar Tage dauern, weil Google sie prüft. Auf die Position in der Karte wirken sie erst danach.

Muss ich für ein besseres Profil etwas bezahlen?

Nein, das Unternehmensprofil selbst ist kostenlos, und alle hier genannten Felder kosten nichts außer Zeit. Bezahlt wird nur Werbung, und die ist für die organische Position in der Karte ohne Bedeutung.

Was mache ich, wenn jemand Falsches an meinem Profil ändert?

Google erlaubt Nutzern, Korrekturen vorzuschlagen. Du bekommst darüber eine Benachrichtigung und kannst die Änderung zurücknehmen. Deshalb lohnt es sich, alle zwei bis vier Wochen kurz ins Profil zu schauen.

Dein Profil ist gepflegt – und die Website hängt hinterher?
Wir bauen dir die passende Website dazu: 499 € Festpreis, online in 7 Tagen, alle Texte inklusive.
Kostenloses Angebot anfordern →
Schreib mit uns